Unter dem Motto „Die FAM forscht, fördert und bewegt“ hat sich die FAM zu einer etablierten Institution und wichtigen Anlaufstelle für Geschlechter- und Gleichstellungsfragen in München und weit darüber hinaus entwickelt. Als einzige außeruniversitäre feministische Forschungseinrichtung in Bayern hat die FAM in den letzten 40 Jahren zu zukunftsweisenden Themen geforscht und Veranstaltungen organisiert, die Implementierung von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in Institutionen und Behörden unterstützt, über 10.000 Frauen* aus dem Raum München bei ihrer beruflichen Orientierung und Entwicklung beraten und die Vernetzung von Gleichstellungsakteur*innen, Genderforschenden und Aktivist*innen vorangetrieben. Dies wurde u. a. ermöglich durch das ehrenamtliche Engagement von über 100 Frauen*, die vielfältige politische Unterstützung sowie die finanzielle Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und die Landeshauptstadt München sowie weiterer Geldgeber auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

Das wollen wir feiern und dabei auch den Blick in die Zukunft richten! Auf dem Programm stehen ein Podiumsgespräch zu „Feminismen der Zukunft“ mit Sabrina Schmitt, Bárbara Zimmermann und Publikum, Bühnenpoesie von Meike Harms und Sandra Eck sowie der Corner Chor Augsburg mit feministisch umgedichteten oder neukomponierten Songs. Für das leibliche Wohl sorgt die Gastronomie der Gleiswirtschaft. Am späteren Abend gibt es sowohl Gelegenheit zum Tanzen als auch zum Ratschen.

Termin: Donnerstag, 12. September 2024, 18 Uhr Einlass mit Sekt und Häppchen, 19 Uhr Beginn
Ort: Stadtteilkulturzentrum Giesinger Bahnhof, Giesinger Bahnhofplatz 1, 81539 München
Anmeldung erbeten unter info@frauenakademie.de

Lesen Sie im Jahresbericht über unsere Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Hier finden Sie die Dokumentation der Tagung Mapping Gender Struggles, die vom 23.-25.11.2023 in München stattfand, mit einem Trailer und Fotos von Priscillia Grubo, einer Illustration von Sophia O’David und Filmaufzeichnungen von Johanna Löffler.

Zum Tagungsthema:
Geschlecht scheint eine zentrale Kategorie sozialer Bewegungen der Gegenwart geworden zu sein: Es ist das Kernthema der global erstarkenden feministischen und queeren Proteste. Gleichzeitig sind Frauen als Sprecherinnen und zentrale Akteurinnen sozialer Bewegungen besonders sichtbar geworden, wie bei Fridays for Future und Black Lives Matter oder den Revolutionen in Belarus und Iran. Dem gegenüber steht Geschlecht als politisches Themenfeld rechter Mobilisierung in Europa und weltweit, sei es im Sinne eines offen artikulierten Antifeminismus oder in der Vereinnahmung feministischer Anliegen für rassistische und nationalistische Politiken. Ist diese beobachtete Zentralität von Geschlecht tatsächlich neu bzw. was hat sich verändert? Und was können wir davon ausgehend über gegenwärtige gesellschaftliche Verhältnisse und Krisen lernen?

Mit: Paola Bacchetta (Berkeley), Beate Binder (Berlin), Silvy Chakkalakal (Zürich), Meryem Choukri (Gießen/Warwick), Begonya Enguix-Grau (Barcelona), Agnieszka Graff (Warschau), Olga Plakhotnik (Greifswald/Charkiw), Olga Reznikova (Innsbruck), Francis Seeck (Nürnberg), Mansoureh Shojaee (Den Haag), Olga Shparaga (Wien/Minsk), Manuela Zechner (Jena) u.a.

Veranstaltet wurde die Tagung von: Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, Frauenakademie München e.V., Kommission für Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW).

Das F*AMLab (Miriam Gutekunst, Isabel Klein, Alexandra Rau) haben im Rahmen der Ausstellung PART TIME COMMITMENT SERIES – Prologue: What does work mean at the end of the day? ein Glossar zum Thema Arbeit und Geschlecht geschrieben. Das Glossar kann hier runtergeladen werden.

In einem Offenen Brief wendet sich die Frauenakademie München (FAM) gemeinsam mit vielen weiteren Institutionen und Netzwerken, wie dem Netzwerk Genderforschung und Gleichstellungspraxis Bayern (NeGG), der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an bayerischen Hochschulen (LaKoF), der Allianz der Gleichstellungsbeauftragten der außeruniversitären Forschungsorganisationen (AGbaF), ver.di Landesbezirk Bayern und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Landesverband Bayern, gegen ein vom bayerischen Ministerpräsidenten angekündigtes Verbot für Schulen und Verwaltungen zu gendern. Der Offene Brief und die Möglichkeit der Mitzeichnung finden sich hier.

Unter dem Motto „Care Utopien“ lädt das neue Münchner Bündnis Equal Care zum 1. Equal Care Day ein. Das Bündnis hat sich die gerechte Verteilung von Sorgearbeit auf die Fahnen geschrieben und dafür eine ganztägige Veranstaltung irgendwo zwischen Konferenz und Festival auf die Beine gestellt um sich mit den großen Fragen unserer Zeit zu befassen: Wer sorgt unter welchen Bedingungen und kann gesellschaftliche Fürsorge unter heutigen Bedingungen überhaupt noch aufrechterhalten werden?

Die Frauenakademie München ist Partnerin im Bündnis und wird mit ihren beiden Projekten power_m: Rückenwind für den Wiedereinstieg nach Familienzeit und MOVE! Mentoring vertreten sein.

Eröffnet wird der Tag durch Oberbürgermeister Dieter Reiter. Die Keynote zum Auftakt kommt von SPIEGEL-Bestseller Autorin Mareice Kaiser (Das Unwohlsein der modernen Mutter). Auf dem Podium nimmt sich Moderatorin Barbara Streidl (Bayerischer Rundfunk) mit ihren Gästen der Frage an, wie eine care-gerechte Arbeitswelt aussehen könnte. Am Nachmittag sind die Teilnehmer*innen eingeladen, sich in Workshops zu den Themen „Progressive Männlichkeit“, „Care-Chains“, „Pflegende Angehörige“ und „Eltern von Kindern mit Behinderungen“ auszutauschen und Forderungen an die Politik zu formulieren.

Und weil der bundesweite Equal Care Day in diesem Jahr nicht nur eine Fachkonferenz, sondern auch ein Festival sein soll, wird die Veranstaltung durch Kunst, Kultur und Musik gerahmt: Die beiden Slammerinnen Meike Harms und Jesse James La Fleur bieten dem Publikum zur Abwechslung eine poetische Perspektive auf das Thema. Nachmittags singt der Frauenchor Witches of Westend. Zum Ausklang wird am Abend die Münchner Band Blushy AM spielen.

Datum: Donnerstag, 29. Februar 2024
Ort: Kulturzentrum LUISE, Ruppertstraße 5
Um Anmeldung wird gebeten, die Teilnahme ist kostenfrei!

Alle Infos rund um die Anmeldung, das gesamte Programm und die Bündnispartnerinnen erhalten Sie hier.

Gefördert durch: Das Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, Gleichstellungsstelle der LHM, GLS Treuhand, Heidehof Stiftung, Kulturreferat der LHM, Sparda-Bank München


Wie lässt sich Wohnen demokratischer und feministischer gestalten? Diesen Fragen wollen wir in einer Veranstaltungsreihe nachgehen und zwar mit Händen und Hirn gleichermaßen. Wer also Lust hat, über geschlechtergerechtes Wohnen nicht nur Forschungsergebnisse zu hören und zu diskutieren, sondern sich gleichzeitig handwerkliche und organisatorische Skills anzueignen, die*der ist hier genau richtig. Es wird drei einzelne Veranstaltungen geben, die das Forschungsprojekt WellCare der FAM gemeinsam mit dem Frauenzentrum Augsburg veranstaltet. Die ersten beiden Workshops sind eine Mischung aus Handwerken und Forschungsergebnissen; die dritte Veranstaltung ist ein wohnpolitischer Mitbringbrunch, bei dem Aktivist*innen aus Genossenschaften und Wohnprojekten erzählen, wie sich demokratischeres Wohnen ganz praktisch auf die Beine stellen lässt. Und weil Häuser besitzen, bauen und renovieren immer noch eine Domäne von Cis-Männern ist, geben wir die Sägen und Hämmer buchstäblich in Frauenhand: Die beiden Handwerksworkshops sind FINTA*-only, der wohnpolitisch Brunch ist für alle Geschlechter offen. Hier die drei einzelnen Veranstaltungen. Die Workshops bauen nicht aufeinander auf, man muss also nicht alle drei besuchen – kann aber gerne! Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Workshop- Reihe „Diskutieren und Renovieren

Workshop 1: Diskutieren und Renovieren – Schwerpunkt Mauern, Malern, Mörtel – 19.11.2023

Workshop 2: Diskutieren und Renovieren – Schwerpunkt Holz – 26.11.2023

Workshop 3: Diskutieren und Organisieren – wohnpolitischer Mitbringbrunch – 03.12.2023

 

Sandra Eck und Birgit Erbe führen in ihrem in diesem Sammelband erschienen Aufsatz „Nachhaltige Konzeptentwicklung für Gleichstellung: Genderbezogene Indikatoren an Hochschulen“ aus, was Gleichstellungsindikatoren sind und was bei ihrer Entwicklung grundsätzlich zu beachten ist. Anhand eines konkreten Umsetzungsbeispiels reflektieren sie die Vorteile, aber auch die Schwierigkeiten in der Praxis und stellen die jüngsten Entwicklungen der gleichstellungsorientierten Steuerung an Hochschulen in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext.

Über den Sammelband, herausgegeben von Mina Mittertrainer, Kerstin Oldemeier und Barbara Thiessen:

Diversität gilt heute in Bildungsinstitutionen, sozialen Einrichtungen oder Unternehmen nicht nur als selbstverständlich, sondern auch als Bereicherung und bedeutsam für Kreativität in Teams. Gleichwohl geht mit Diversität immer noch Diskriminierung in unterschiedlichen Formen und Intensitäten einher. Zu fragen ist, welche Dynamiken hier wirksam sind und wie diese Verbindung zu kappen wäre. Zentrales Anliegen des Sammelbandes ist daher, Diversität als komplexe Kategorie mit interdisziplinären Zugängen und aus machtkritischer Perspektive zu diskutieren. Zunächst liegt der Fokus dabei auf empirisch rekonstruierten Bedingungen für Diskriminierungen. Im zweiten Teil werden analytische Weiterentwicklungen im Hinblick auf theoretische Verortungen und konzeptionelle Perspektiven entfaltet. Im dritten Teil werden Handlungskonzepte und Praxiserfahrungen in unterschiedlichen Bildungskontexten vorgestellt.

Weitere Infos finden sich auf der Verlagsseite.

Der Stadtbund Münchner Frauenverbände möchte dazu beitragen, dass Frauen sich informieren und sich bewusst machen, dass sie Einfluss auf das Wahlergebnis haben. Für die anstehende Landtagswahl lädt das Bündnis zur Podiumsveranstaltung am 27. 06. 2023 ein.

Für weitere Informationen und deren Weitergabe finden Sie hier den Flyer zum Aufruf.

Zahlreiche Probleme rund um Care sind in der öffentlichen und politischen Diskussion endlich angekommen. Unübersehbar ist inzwischen: Care ist keine Privatangelegenheit, sondern eine gesellschaftlich notwendige Aufgabe. Aber der riesige Anteil von Care, der in den privaten Haushalten verrichtet wird, wird selten als Arbeit wahrgenommen, geschweige denn anerkannt. Die Bedeutung der Sorgearbeit ist offensichtlich – und doch verbessern sich die Rahmenbedingungen nicht.

Wir, eine Aktionsgruppe aus dem Umfeld der länderübergreifenden Initiative Care.Macht.Mehr (https://care-macht-mehr.com) wollen auf den gesellschaftlich unsichtbaren Teil von Care-Arbeit aufmerksam machen und zwar bewusst am 1. Mai als Tag der Arbeit.

Ohne Care-Arbeit geht es nicht, das haben besonders die Jahre der Pandemie gezeigt. Heute erinnert Care.Macht.Mehr, wie die alltägliche Sorge um Andere unsere Gesellschaft zusammenhält, unsichtbar, unbezahlt und unersetzlich.

Applaus reicht nicht: Wir machen den 1. Mai zum Tag der unsichtbaren Arbeit

Der Spot dazu:https://www.youtube.com/watch?v=YgSSjhnrk4k