In sechs Monaten zum Exposé
Techniken des wissenschaftlichen Schreibens

Schreibwerkstatt an sechs Abenden – Beginn am 12. April 2018, 19 Uhr

Wie schreibe ich ein wissenschaftliches Exposé? Neben der Fähigkeit, sich Wissen anzueignen, bedarf es auch der Fähigkeit, das Wissen aufs Papier zu bringen. Im Seminar werden zum einen Techniken des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt, zum anderen wird viel Zeit für das Schreiben eingeräumt, so dass die Teilnehmerinnen das Seminar mit einem eigenen Exposé abschließen können.

Zentrale Themen des Workshops sind die Entwicklung einer tragfähigen Fragestellung, Vermittlung von wissenschaftlichen Argumentationsstrukturen, Strukturierung eines Exposés, richtiges Zitieren, wissenschaftlicher Sprachstil und Hilfen zum Zeitmanagement. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es keine perfekte erste Fassung gibt, so dass nach der ersten Fassung eine Überarbeitungsphase folgt. Dieser Arbeitsschritt ist leichter mit einem respektvollen und produktiven Feedback, welches wir als Methode einüben werden.

Die Themen im Einzelnen:

  1.  Wie lautet mein Thema? Ist dieses Thema realistisch zu bearbeiten oder muss es noch genauer spezifiziert werden? Habe ich eine gute Fragestellung und ist meine Hypothese im wissenschaftlichen Kontext zu beantworten (zählen, messen, wiegen)?
  2. Wie eigne ich mir einen fremden Text an? Welche Informationen übernehme ich aus einem Text (Grundbewegungen des Lesens) und wie komme ich vom Lesen zum Schreiben? Welche Möglichkeiten gibt es, meine Autorinnen-Stimme im Text deutlich zu machen und die Texte anderer AutorenInnen zu kommentieren (Grundbewegung des Schreibens)?
  3. Wie zitiere ich richtig? Was ist beim Zitieren unbedingt zu beachten und wie vermeide ich Plagiate?
  4. Was erwarte ich von einem guten Feedback? Einübung einer respektvollen und produktiven Feedback-Kultur. Jede Teilnehmerin stellt dafür einen eigenen Text zur Verfügung.
  5. Wie schreibe ich gute wissenschaftliche Texte? Worauf muss ich achten: Zeitform, unnötige Fremdwörter, Schachtelsätze? Welche sprachlichen Konventionen müssen im wissenschaftlichen Kontext beachtet werden? Diese sprachlichen Konventionen werden in einer Übung zum Abstrakt schreiben am praktischen Beispiel geübt.
  6. Wie organisiere ich meine Zeit für mein Exposé im nächsten halben Jahr? Wie viel Zeit habe ich in der Woche für mein Exposé? Wann arbeite ich am besten? Welche festen Termine gibt es? Um diese Fragen zu beantworten, werden wir einen individuellen Zeitplan für das nächste halbe Jahr erarbeiten und eine Wochen- und Tagesstruktur für uns aufstellen.

Dozentin: Dr. Karin Uecker unterrichtet seit vielen Jahren wissenschaftliches Schreiben an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen in München und in Benediktbeuern. Auf Wunsch steht sie Doktorandinnen unabhängig vom Workshop für ein individuelles Textcoaching zur Verfügung.

Die Schreibwerkstatt umfasst sechs Abendtermine von 19-21 Uhr:

  • Donnerstag, 12. April 2018
  • Mittwoch, 09. Mai 2018
  • Dienstag, 12. Juni 2018
  • Dienstag, 10. Juli 2018
  • Donnerstag, 09. August 2018
  • Montag, 10. September 2018

Ort: Frauenakademie München, Baaderstraße 3/3. Stock, 80469 München

Kosten: 95 Euro (ermäßigt mind. 60 Euro nach Selbsteinschätzung)

Schriftliche Anmeldung bis 09.04.2018 erforderlich. Der Kurs findet ab einer Teilnehmerinnenzahl von 4 statt; max. 10 TN.

Anmeldung und weitere Auskünfte:
FAM Frauenakademie München e.V.
Baaderstraße 3, 80469 München
Tel.: 089 / 721 18 81
Fax: 089 / 721 38 30
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Reihe

Liebe.Macht.Arbeit.
Wie wir uns kümmern

liebe macht arbeit2

Kranke pflegen, Kinder aufziehen, alte Menschen betreuen – das alles und noch mehr verstehen wir unter Fürsorge oder Care. Dass der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel auch das Für-Einander-Sorgen radikal verändert, ist unbestreitbar angesichts der Pflege- und Betreuungsnotstände. Care bzw. die Sorge um andere macht sich nicht (mehr) „von allein“ und auch nicht mehr als „natürlicher weiblicher Liebesdienst“. Care muss gestaltet werden: politisch, sozial, juristisch und individuell.

Der Bayerische Forschungsverbund ForGenderCare widmete sich in den letzten Jahren den Dynamiken und den Herausforderungen, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss, wenn sie Fürsorglichkeit als existenzielle Voraussetzung des Lebens gewährleisten will. Wir laden Sie ein zu intensiven Diskussionen über die Zukunft des Fürsorgens.

Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Bayerischen Forschungsverbund ForGenderCare, dem Deutschen Jugendinstitut e.V. und der Münchner Volkshochschule

Ort: MVHS Bildungszentrum, Vortragssaal 1, Einsteinstr. 28, 81675 München (Nähe Max-Weber-Platz)
Den Veranstaltungsfolder zur Reihe finden Sie hier.


Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:00-21:00 Uhr

Wider die Sorg(e)losigkeit

Arbeitsanforderungen und Mobilitätserwartungen stellen die Menschen vor eine Zerreißprobe zwischen ihrem Beruf und der Versorgung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Im stationären Pflegebereich herrscht Notstand. Es wird inzwischen von einer Care-Krise gesprochen. Welche Ursachen hat sie, und wie sähen umfassende gesellschaftliche Lösungen aus?

Impulsreferat: Prof. Dr. Gabriele Winker, Technische Universität Hamburg, Mitinitiatorin des Netzwerks Care Revolution

Auf dem Podium:
Margit Berndl, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Bayern
Bettina Messinger, Landesfrauensekretärin von ver.di Bayern
Prof. Dr. Maria Rerrich, Hochschule München, Mitinitiatorin der Initiative Care.Macht.Mehr
Prof. Dr. Gabriele Winker
Moderation: Birgit Erbe, Frauenakademie München e.V.

Ort: MVHS Bildungszentrum, Vortragssaal 1, Einsteinstr. 28, 81675 München (Nähe Max-Weber-Platz)

Eintritt: 5 Euro an der Abendkasse

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Donnerstag, 8. Februar 2018, 19:00-21:00 Uhr

„Niemandem zur Last fallen…“
Über Autonomie und Angewiesenheit

Die Hoffnung, niemandem zur Last zu fallen, ist wohl den meisten von uns gegenwärtig – vor allem in Bezug auf die Menschen, die uns nahestehen. Welches Selbstverständnis, welches Menschenbild verbinden wir damit? Ist das Dilemma zwischen dem Wunsch nach Autonomie und dem Bewusstsein prinzipieller Angewiesenheit zu lösen? Aus unterschiedlichen Perspektiven – Psychologie, Theologie, Philosophie und Soziologie – denken wir darüber nach und diskutieren mit dem Publikum.

Auf dem Podium:
Jorma Heier, Universität Osnabrück
Dr. Bernhard Barnikol-Oettler, Theologe, Klinikum Großhadern
Prof. Dr. Paula Villa, LMU München, Lehrstuhl Soziologie
Prof. Dr. Vera King, Goethe-Universität, Lehrstuhl Sozialpsychologie, Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, Frankfurt/Main
Moderation: Prof. Dr. Tatjana Schönwälder, LMU München

Ort: MVHS Bildungszentrum, Vortragssaal 1, Einsteinstr. 28, 81675 München (Nähe Max-Weber-Platz)

Eintritt: 5 Euro an der Abendkasse

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Tagung

Under (Re-)Construction: Vorschläge für eine kohärente Gleichstellungspolitik

Zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

DIE VERANSTALTUNG IST AUSGEBUCHT!

In jeder Legislaturperiode legt die Bundesregierung einen Bericht zur Gleichstellung der Geschlechter vor. Im Fokus des zweiten Gutachtens 2017 steht die Gestaltung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Bei der derzeitigen Organisation der beiden Bereiche hängt die wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen stark vom Geschlecht ab: Wer mehr unbezahlte Sorgearbeit übernimmt, ist ökonomisch abhängiger und kann für die eigene Alterssicherung weniger vorsorgen. Die Sachverständigenkommission schlägt hier ein neues "Erwerb-und-Sorge-Modell" vor, das bei der Tagung vorgestellt und diskutiert wird.

Referentinnen: Dr. Regina Frey, Dr. Karin Jurczyk, Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Christina Schildmann, Dr. Ulrike Spangenberg

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Eine Tagung in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut, dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Evangelischen Stadtakademie und der Gleichstellungsstelle für Frauen der LH München

Termin: Freitag, 9. Februar 2018, 9:30-17:00 Uhr
Ort: Deutsches Jugendinstitut, Nockherstr. 2, 81541 München
Anmeldung bis 01.02.2018 an: info{at}frauenakademie.de

 


 
Informationsveranstaltung

Berufliche Perspektiven weiter entwickeln
individuell - kompetent - frauenorientiert

Die MOVE Servicestelle in der Frauenakademie München stellt ihr offenes Mentoringprogramm für Frauen in München vor. Das Ziel des Unterstützungsangebots ist die Verbesserung der Erwerbssituation von Frauen.

Termin: Dienstag, 10. April 2018, 17 Uhr
Ort: Frauenakademie München, Baaderstr. 3, 3. Stock, 80469 München
Der Eintritt ist frei.

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel.: 089/726 266 97/-98




FAM-Tisch

Wer? Wie? Was? – Elternschaft in 2018
Diskussion zu Familienformen, Rahmenbedingungen und Lebensgestaltung

In Deutschland werden so viele Kinder geboren wie seit Jahrzehnten nicht. Und diese Kinder wachsen in immer unterschiedlicheren Konstellationen auf  - mit einem, zwei oder vielen Elternteilen, unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts.

Je unterschiedlicher die Konstellationen desto unterschiedlicher auch die Bedarfe – aber werden diese von Politik und Sozialstaat auch angemessen gesehen und unterstützt? Oder fördert der Staat zu viel traditionelle Familien und zu wenig andere Lebensmodelle? Oder passen die rechtlichen Rahmenbedingungen am Ende gar nicht mehr zu den heutigen Familien- und Lebensformen?

Über solche und ähnliche Fragen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen. Zunächst erwartet Sie ein kurzer Input aus einem aktuellen Forschungsprojekt zum Thema (Co-) Elternschaft der Frauenakademie München. Anschließend möchten wir mit Ihnen über alles diskutieren, was Ihnen zur Schnittstelle zwischen Elternschaft, individuellen Lebenswelten und politischem Handlungsbedarf einfällt.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein, egal, ob Sie selbst mit Kindern leben, vielleicht irgendwann mal Eltern sein möchten oder selbst keine Kinder haben möchten oder können.

Termin: Mittwoch, 30.05.2018, 19 Uhr
Ort: Rumpler-Augustiner, Baumstr. 21, Nebenraum/Kammerl

Rückfragen, Themenvorschläge und Anregungen an: Agnes Lang unter lang{at}frauenakademie.de

 

 

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