Internationale Konferenz 21. - 23. Februar 2003 in Lichtenfels (Oberfranken)

Grenzen überwinden.
Der EU-Erweiterungsprozess und Visionen für Europa aus frauenpolitischer Sicht


Europa steht vor einem großen Umbruch. Die Europäische Union wird im Jahr 2004 zehn neue Länder aufnehmen. Dieser Erweiterungsprozess wird das Gesicht Europas grundlegend verändern. Die jahrzehntelange Spaltung Europas wird durch die politische und wirtschaftliche Integration zahlreicher ehemaliger Ostblockstaaten überwunden werden.

Als Bedingung für den Beitritt müssen die Kandidatenländer sich den ökonomischen, rechtsstaatlichen und demokratischen Standards der Europäischen Union angleichen. Dazu gehört auch die Umsetzung des Grundsatzes der Chancengleichheit von Frauen und Männern und des Gender Mainstreaming. Viele Frauen erfahren den Transformationsprozess im Spannungsfeld zwischen Aufbruchstimmung und Ernüchterung. Wie die einzelnen Länder diesen Prozess gestalten und wie sich dieser auf die aktuelle Situation von Frauen im Verhältnis zu Männern auswirkt, soll an den Beispielen Polen, Tschechische Republik und Ungarn gezeigt werden. Wie sieht Frauenpolitik in diesen Ländern aus? Auf welche Infrastruktur können Frauen zurückgreifen und welche politischen Forderungen stellen sie auf? Welche Rolle spielt dabei die Europäische Union?

Ebenso wie die Beitrittskandidaten muss sich die Europäische Union vorbereiten, damit sie ob der Vielzahl der Mitglieder und zum Teil gegensätzlicher Interessen regierbar bleibt. Welchen Stellenwert wird künftig das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Europäischen Union einnehmen? Welche Bilanz kann bislang in der EU-Gleichstellungspolitik gezogen werden und wie ist ihre nationale Umsetzung?

In der vergleichenden Debatte um Frauengleichstellungspolitik soll reflektiert werden, von welchen Prämissen und Rahmenbedingungen westliche Frauenpolitikerinnen im Vergleich zu östlichen ausgehen. Wo sind die gemeinsamen Anknüpfungspunkte und welche gemeinsamen Visionen lassen sich daraus für Europa entwickeln?

Die Konferenz richtet sich an Frauen und Männer dies- und jenseits der heutigen EU-Grenzen. Sie will informieren und über den persönlichen Austausch Netzwerke fördern.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch (Simultanübersetzung).

Konzeption und Organisation:
Anja Edelhäuser, Birgit Erbe, Carmen Klement und Brigitte Rudolph.

Beratung:
Maria Joao Rauch, PD Dr. Annette Jünemann, Dr. Sylvia Pintarits und Martina Wild.


Redebeiträge der Konferenz

(Die Veröffentlichung ist auch als Printausgabe zu beziehen. Nähere Infos finden Sie unter Veröffentlichungen der FAM.)

Weitere Informationen:

FAM - Frauenakademie München e.V.
Birgit Erbe
Baaderstraße 3
D-80469 München
Tel.: +49-(0)89 - 721 18 81
FAX: +49-(0)89 - 721 38 30
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Veranstalterin:
FAM - Frauenakademie München e.V.

In Kooperation mit:
Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Bayern
Forum in der Friedrich-Ebert-Stiftung
Friedrich-Ebert-Stiftung (Büro Warschau und Prag)
Hanns-Seidel-Stiftung
Heinrich-Böll-Stiftung (Büro Warschau)
Petra-Kelly-Stiftung, Bayerisches Bildungswerk für Demokratie und
Ökologie in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Gefördert von der EU-Kommission im Rahmen ihrer Informations- und Kommunikationsstrategie zur Erweiterung.  

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